Leistungskürzungen bei der GKV

 
     
 
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Leistungskürzungen bei der GKV

Die letzte Gesundheitsreform vom 01.01.2007 ist nicht die erste gewesen, die die Leistungen für die Kassenpatienten immer wieder eingeschränkt hat. Per Gesetzesänderung kann der Gesetzgeber mit den entsprechenden Mehrheiten die Leistungen der GKV ohne Zustimmung der Versicherten kürzen. Der große Anteil von pflichtversicherten in den gesetzlichen Krankenversicherungen haben auch wenig Möglichkeiten dieser Entwicklung zu entkommen, da sie per Gesetz in einer GKV versichert sein müssen. Nur die freiwilligen Mitglieder wie Selbständige, Beamte, Angestellte über der Beitragsbemessungsgrenze haben als Alternative die private Krankenversicherung. Die vereinbarten Leistungen sind hier garantiert und können weder von der Versicherung selbst, noch vom Gesetzgeber geändert werden.
Eine Auflistung der Reformen macht die Entwicklung in der GKV deutlich:

1977: Kostendämpfungsgesetz:
-die Zuzahlungen für Arznei-, Verband- und Heilmittel werden gekürzt
-die Zuschüsse für Zahnersatzleistungen werden gekürzt
-die freie Wahl des Krankenhauses wird gestrichen
-es gibt Einschränkungen bei der kostenfreien Familienhilfe

1982: das 2. Kostendämpfungsgesetz
-die Zuzahlungen für Arznei-, Verband- und Heilmittel werden noch mals erhöht
-es werden Zuzahlungen für Brillen eingeführt
-die Leistungen für zahntechnische Leistungen beim Zahnersatz werden auf 60% reduziert
-die kostenfreie Familienhilfe wird weiter beschränkt

1983: Haushaltsbegleitgesetz
-die Zuzahlungen für Arznei-, Verband- und Heilmittel werden weiter erhöht
-es werden Zuzahlungen bei der Krankenhausbehandlung eingeführt
-es wird eine Beitragspflicht für Krankengeld zur Renten- und Arbeitslosenversicherung (1984) eingeführt

1989: Gesundheitsreformgesetz
-die Zuzahlung für Arzneimittel ohne Festbeträge werden erhöht
-Zuzahlung bei Fahrtkosten werden eingeführt
-bestimmte Fahrtkostenleistungen fallen weg
-es müssen Zuzahlungen bei der stationären Vorsorge und Rehabilitationsmaßnahmen geleistet werden
-der Eigenanteil bei Brillen wird erhöht
-die Höhe der Zahnersatzzuschüsse werden von jährlichen Vorsorgeuntersuchungen abhängig gemacht
-das Sterbegeld wird für alle nach dem 1.1.1989 eingetretenen Kassenmitglieder gestrichen
-für Zahnersatz je nach Material werden Leistungskürzungen und Leistungsausschlüsse eingeführt
- für alle Personen über 18 Jahre entfällt die Leistung für kieferorthopädische Behandlungen

1.1.1993: Gesundheitsreform
-die Zuzahlung von Arznei- und Verbandmitteln sind preisbezogen: bis 30 DM = 3 DM, bis 50 DM = 5 DM, über 50 DM = 7 DM.
-die Zuzahlung bei Krankenhausaufenthalt erhöht sich auf 11 DM/Tag bis 14 Tage.
-keine Leistung zahnmedizinisch umstrittene und unnötig aufwendige prothetische Leistungen (z.B. Brücke nur noch zum Ersatz von bis zu 3 Zähnen)

1994: Reform
-die Zuzahlung zu Arznei- Verbandsmitteln sind packungsgrößenbezogen:
kleine Packung=4 DM, mittlere = 6 DM, große=8 DM.
-die Zuzahlung bei Krankenhausaufenthalt werden auf 12 DM/Tag bis 14 Tage erhöht

1.1.1997: Beitragsentlastungsgesetz

-die Zuzahlung zu Arznei und Verbandmitteln werden erhöht auf: kleine Packung = 4 DM, mittlere = 6 DM, große = 8 DM
-der Zuschuß zu Brillengestellen entfällt
-die Eigenbeteiligung bei Kuren wir derhöht auf:
alte Bundesländer 25 DM/Tag, Neue Bundesländer 20 DM/Tag, Regeldauer 3 Wochen, alle 4 Jahre
-das Krankengeld wird auf 70% bis max. 90% vom Nettoeinkommen gekürzt
-die Zahnersatzleistungen für Kinder und Jugendliche, die nach dem 31.12.1978 geboren sind werden gestrichen (außer z.B. Unfällen)

1.7.1997: 1. und 2. NOG
-die Zuzahlungen bei Arzneimitteln je nach Packungsgröße werden erhöht auf: 9 DM, 11 DM oder 13 DM,
-Zuzahlung bei Krankenhausaufenthalt 17 DM (West) bzw. 14 DM (Ost),
-Zuzahlung bei Verbandsmitteln 9 DM, Fahrtkosten 25 DM, Heilmittel 15%, kleine Hilfsmittel 20%.
- weitere Erhöhung der Zuzahlungen individuell je Krankenkasse bei Erhöhung des Beitragssatzes (+0,1 Prozentpunkt Beitragssatz = + 1 DM bzw. 1%-Punkt-Erhöhung der Zuzahlungen).
Zuzahlungsbeiträge werden ab 1.7.1999 entsprechend der Entwicklung der Bezugsgröße angepaßt.
-bei der Kostenerstattung für Zahnersatz wird ein Festzuschuss eingeführt, bis dahin Kürzung des Kassenzuschusses um 5 Prozentpunkte.

01.01.1999: Solidaritätsstärkungsgesetz
-die Zuzahlungen bei Arzneimitteln werden je nach Packungsgröße reduziert: 6 DM, 9 DM oder 10 DM
-die Festzuschüsse werden abgeschafft
-bei Zahnersatz.erhält man eine 50%ige Erstattung
-das Krankenhausnotopfers wird gestrichen

01.01.2000: Gesundheitsreform
- medizinisch fragwürdiger Leistungen und Arzneimittel werden aus dem Leistungskatalog der GKV gestrichen.
-es wird eine Positivliste für Arzneimittel eingeführt
-die Patientenrechte und des Patientenschutzes sollen gestärkt werden. Rehabilitation hat Vorang vor Rehabilitation Frühverrentung und Pflege.
-die Zusammenarbeit zwischen Hausärzten, Fachärzten und Krankenhäusern soll verbessert werde z.B. durch gemeinsame Nutzung teurer Medizintechnik.
-die Qualitätssicherung und Gesundheitsberichterstattung soll verbessert werden.
-die ärztliche und zahnärztliche Vergütung als auch die Krankenhausfinanzierung sollen neu geordnet werden.

01.01.2004: Gesundheitsmodernisierungsgesetz
-eine Praxisgebühr von € 10,- im Quartal beim Arzt und Zahnarzt wird eingeführt. Bei Arztwechsel ohne Überweisung werden wieder € 10,- pro Arztbesuch fällig. Auch bei ambulanter Notfallbehandlung im Krankenhaus sind € 10,- zu zahlen.
-bei Arznei-, Hilfs- und Verbandmitteln müssen 10% des Preises zugezahlt werden, mindestens jedoch € 5,- und maximal € 10,- pro Mittel.
-Wird eine Soziotherapie oder eine Haushaltshilfe in Anspruch genommen, müssen 10% der täglichen Kosten (mindestens € 5,- und maximal € 10,- ) selbst gezahlt werden.
-bei stationärer Vorsorge und Rehabilitation sind je Tag € 10,- zuzuzahlen. Bei einer Anschlußheilbehandlung ist dieses auf 28 Tage begrenzt.
-Medizinische Rehabilitation für Mütter und Väter kostet täglich € 10,- Eigenbeteiligung ohne zeitliche Begrenzung.
-Die Zuzahlung im Krankenhaus wird auf € 10,- je Tag erhöht.
-die Leistungen für Fahrtkosten, Brillen (Ausnahme bei Kindern), nicht verschreibungspflichtige Medikamente, Entbin dungs- und Sterbegeld werden komplett gestrichen.
-Für Heilmittel und häusliche Krankenpflege müssen 10% des Mittels sowie € 10,- je Verordnung selbst getragen werden. Bei häuslicher Pflege ist dieses auf 28 Tage je Kalenderjahr begrenzt.

01.07.2005: Gesundheitsmodernisierungsgesetz
-die Leistungen für Zahnersatz und Krankentageld wird komplett gestrichen. Der Beitragssatz erhöht sich um 0,5% für den Versicherten. Der Arbeitnehmer träg die Beiträge für Zahnersatz und Krankentagegeld in Zukunft alleine.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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